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Die wichtigsten Köpfe hinter starken Startup-Marken: Das war der Startup Marketer of the Year
1.5.2026
Die wichtigsten Köpfe hinter starken Startup-Marken: Das war der Startup Marketer of the Year – genau darum ging es beim renommierten Award, den Gründerszene gemeinsam mit Jung von Matt START ins Leben gerufen hat. Im Mittelpunkt stand dabei ein oft unterschätzter Erfolgsfaktor für junge Unternehmen: das Marketing.
In der schnelllebigen Welt der Startups entscheiden nicht allein innovative Produkte oder kluge Finanzierungsrunden über die Zukunft, sondern immer häufiger die Marketerinnen und Marketer im Hintergrund, deren strategische Kreativität und Gespür für Zeitgeist aus Ideen Marken machen.
Warum starke Marken das Herz von Startups sind
Starke Startup-Marken entstehen nicht zufällig. Sie sind das Ergebnis harter Arbeit, klarer Visionen und konsequenter Markenführung. Als Gründer*in weißt du vermutlich selbst: Es reicht nicht, ein gutes Produkt auf den Markt zu bringen. Viel wichtiger ist die Fähigkeit, eine emotionale Verbindung zu deiner Zielgruppe zu schaffen.
Nur so entsteht ein Magnetismus, der Kund*innen bindet, Investor*innen überzeugt und Medienstrukturen erreicht.
Jene, die genau das schaffen, standen beim „Startup Marketer of the Year“ 2025 im Mittelpunkt. Mehr als 50 Startups hatten Markenbauer*innen nominiert, die den Markenauftritt maßgeblich geprägt haben. Denn ohne das richtige Narrativ, den passenden Tone of Voice und die gewisse Portion Mut wäre manches Startup nur eine unentdeckte Perle geblieben.
Wer hinter den Gewinner-Marken steckt
2025 war das Line-up besonders vielfältig und zeigte, wie unterschiedlich die Top-Marketer in der Szene arbeiten. Die sieben ausgezeichneten Köpfe verdeutlichen eindrucksvoll, wie verschieden ambitioniertes Marketing aussehen kann und trotzdem immer wieder eine unverwechselbare Handschrift hinterlässt.
Katharina Trebitsch – nevernot
Die Macherin hinter nevernot hat geschafft, was viele versuchten: Ein Tabuthema wie Intimgesundheit in den gesellschaftlichen Mittelpunkt zu rücken. Mit einer Mischung aus radikalem Storytelling, starken Community-Kampagnen und einer ästhetisch klaren Markenwelt hat sie nevernot weit über die Start-up-Szene hinaus bekannt gemacht. Das Marketing von nevernot beweist, dass Mut zu Transparenz und Aufklärung ein echter Wachstumstreiber sein kann.
Niklas Terrahe – pick’em
Pick’em ist das Paradebeispiel für datengetriebenes Marketing jenseits des klischeehaften Startup-Glitzers. Terrahe hat es verstanden, aus Sportwetten ein digitales Erlebnis zu machen, das eine breite Zielgruppe anspricht – und das in einer Branche, die normalerweise schwerfällig und wenig innovativ ist. Seine stärkste Waffe: Das konsequente Community-Building durch clevere Kampagnen und ein exzellentes Gespür für virale Themen.
Christian Paffhausen – bloomwell
Bloomwell steht für einen Wandel: weg vom Stigma, hin zu einer modernen Cannabis-Marke mit medizinischer und gesellschaftlicher Verantwortung. Paffhausens Marketing entwächst dem Schubladendenken herkömmlicher Märkte und setzt auf fundierte Aufklärung, seriöse Kommunikation und – bislang einzigartig – die Integration sozialer Debatten ins Markenbild.
Jonas Sickau – LIQID
Im Bereich Finanzen ist Vertrauen alles. Sickau schaffte mit LIQID eine Premium-Marke, die digitale Vermögensverwaltung elegant und nahbar präsentiert. Seine Kommunikation ist aufs Wesentliche konzentriert, verzichtet auf leere Versprechen und setzt auf Glaubwürdigkeit sowie gezielte Wissensvermittlung. Ein Beispiel, wie auch erklärungsbedürftige Dienstleistungen auf leisen Sohlen zum Gesprächsthema werden.
Sophia Rödiger – 1KOMMA5°
Die Energiewende braucht Gesichter – und 1KOMMA5° hat eines bekommen. Rödiger spricht die Sprache von Zukunftsoptimisten, bringt Klimarettung auf Augenhöhe mit Alltagsthemen und lässt Kund*innen Teil einer Bewegung werden. Ihr Erfolg basiert auf Authentizität, starken Partnerschaften und einer Vision, die nicht wie ein Werbeslogan wirkt, sondern wie ein echtes Versprechen.
Sophie Luise Schill – CHEEX
Erwachsenenunterhaltung neu gedacht: Schill setzte sich mit CHEEX klar von gängigen Klischees ab und machte die Plattform sichtbar für Diversität, neue Lustformen und einen respektvollen Blick auf Sexualität. Ihr Marketingansatz: Unverstellte Sprache, feministische Impulse und eine Design-Linie, die alles andere als Mainstream ist.
Sophia Aurelia H. – avaay, Sanity Group
Mit avaay und Sanity Group etablierte Sophia Aurelia H. Richtungsweisendes in Sachen Wohlbefinden und Mental Health. Ihr Ansatz, Produkte eng mit gesellschaftlichen Themen zu verknüpfen, brachte den Marken nicht nur schnelle Bekanntheit, sondern auch eine nachhaltige Verankerung in der Community.
Die Auszeichnung: Einblick hinter die Kulissen
Was den Award besonders macht: Anders als bei üblichen Startup-Preisen stehen nicht unbedingt die CEOs, sondern die kreativen Köpfe dahinter im Fokus. Du kannst dir sicher sein: Wer hier gewinnt, hat nicht die meisten Likes gesammelt, sondern nachhaltigen Impact geschaffen. Die Jury, besetzt mit führenden Köpfen aus Marketingagenturen, Venture Capital, Innovation und Medien, legt Wert auf Substanz und Symbolkraft gleichermaßen.
Mit Lupo Porschen (Glitter Spritz), Paula Enzweiler (Fahrradmaus), Dennis Ahrling (German Media Pool), Simon Knittel (Jung von Matt), Niklas Schwab (Hedgefonds Henning), Klara Kühn (Appinio) und Vladislav Gachyn (Goldies) sowie Digital-Expert*innen wie Stefanie Unger (The Agency Berlin), Leo Ginsburg (Gründerszene) und sogar dem KI-Avatar Wincent AI, ist die Jury eine Spiegelung der Szene – digital, divers und neugierig auf den nächsten großen Markenmoment.
Was Top-Marketing heute ausmacht
Du siehst: Erfolgreiches Marketing im Startup-Kosmos ist heute vielfältiger denn je. Entscheidungen werden datenbasiert getroffen, Mut zur Kontroverse wird belohnt und Interaktion mit Communities ist wichtiger als jede Million im Performance-Budget.
Zu den Grundzutaten für starke Markenbildner zählen heute:
. Mut zu ungewöhnlichen Positionierungen und Tabuthemen.
. Storytelling, das ein Bedürfnis nicht nur verkauft, sondern gesellschaftlich prägt.
. Kollaborationen mit Content-Creators, Multiplikatoren und eigenen Communities.
. Glaubwürdigkeit – statt übertriebener Versprechen dominiert der echte Mehrwert.
. Ein konsistenter Markenauftritt von Social Media bis Guerilla-Marketing.
. Die Einbindung aktueller Debatten und Trends, oft mit gesellschaftlichem Anspruch.
Der Award macht klar: Marketer*innen sind längst nicht mehr „nur“ Dienstleister am Wachstum der Company. Sie sind Motor, Stimme und Seismograph für alles, was die Marke und ihre Nutzer*innen beschäftigt.
Warum du (und dein Team) beim nächsten Mal dabei sein solltest
Vielleicht hast du selbst ein Startup, vielleicht arbeitest du als Marketer oder wünschst dir neue Impulse für dein Team. Der Award ist nicht nur eine Momentaufnahme der besten Marketingideen. Er ist ein Fenster in die Denkweise der Szene: Wer Trends verpasst, wird überholt. Marken brauchen keine Perfektion, sondern Persönlichkeit und mutige Teams, die Ecken und Kanten zeigen.
Überlege gemeinsam mit deinem Team:
. Was macht euren Markenauftritt einzigartig?.
. Wie sprecht ihr mit euren Nutzer*innen, statt nur über sie?
. Hast du die Zugkraft deiner Community schon wirklich ausgeschöpft?
. Wo kann dein Startup als Vorreiter Haltung zeigen?
Es lohnt sich, für die nächste Verleihung selbst zu überlegen, wie du dich positionieren möchtest. Die Sichtbarkeit, die in der Branche durch Preisverleihungen wie diese entsteht, ist enorm – nicht nur nach Innen, sondern auch bei Investor*innen, Medien und in der eigenen Mitarbeiterschaft.
Fazit: Der Aufstieg der Marketer*innen zur zentralen Startup-Schlüsselfigur
Der „Startup Marketer of the Year“ 2025 hat eins mehr als deutlich gemacht: Die wichtigsten Köpfe hinter starken Startup-Marken agieren längst nicht mehr im Schatten. Ohne sie gäbe es keine Erfolgsstories, keine Communities, keine Brands, die einen Nerv treffen. Du bist Gründer*in? Dann weißt du: Nichts ist nachhaltiger als die Marke, die bleibt, wenn das Produkt veraltet.
Für dich gilt: Lass dich inspirieren, vernetze dich, werde selbst Teil der Bewegung – denn die nächste große Marke kann auch aus deinem Team kommen. Und vielleicht bist genau du es, der oder die beim nächsten Mal im Rampenlicht steht.
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