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Drohnen in Deutschland
2.1.2026
Drohnen sind in Deutschland längst kein Nischenprodukt mehr. Ob für Luftaufnahmen, Freizeitflüge oder kreative Projekte – Drohnen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Gleichzeitig kommt es jedoch immer wieder zu Zwischenfällen, weil gesetzliche Vorgaben nicht eingehalten werden.
Wenn Du Drohnen fliegen möchtest, solltest Du Dich deshalb frühzeitig und gründlich mit den geltenden Regeln vertraut machen. Nur so kannst Du Deine Drohne sicher, legal und verantwortungsbewusst steuern.
Eine Drohne steuern – Grundregeln für Hobbypiloten
Als Hobbypilot steuerst Du in der Regel Drohnen mit einem Gewicht von unter 25 Kilogramm. Diese fallen in die sogenannte offene Kategorie. Um eine Drohne in dieser Kategorie fliegen zu dürfen, musst Du mindestens 16 Jahre alt sein. Zusätzlich gilt, dass Du jederzeit die volle Kontrolle über Deine Drohne behalten musst.
Deine Drohnen dürfen eine maximale Flughöhe von 120 Metern nicht überschreiten. Außerdem ist es verpflichtend, dass Du Deine Drohne ständig mit direktem Sichtkontakt steuerst.
Flüge ausschließlich über Bildschirm oder Kamera ohne Sichtkontakt sind nicht erlaubt. Das Abwerfen von Gegenständen sowie der Transport gefährlicher Güter mit Drohnen ist grundsätzlich verboten, da hiervon erhebliche Risiken ausgehen können.
Sicherheitsabstände beim Fliegen von Drohnen
Beim Einsatz von Drohnen spielt der Schutz anderer Menschen eine zentrale Rolle. Du solltest grundsätzlich vermeiden, unbeteiligte Personen zu überfliegen. Je nach Gewicht Deiner Drohne und abhängig davon, ob eine Kamera verbaut ist, können zusätzliche Sicherheitsabstände vorgeschrieben sein.
Besonders sensibel sind Bereiche wie Wohngebiete, Industrieanlagen, Gewerbegebiete oder Erholungsflächen. Auch hier gelten klare Regeln für Drohnen, um Belästigungen und Gefährdungen zu vermeiden.
Wichtig ist, dass Du durch Deinen Drohnenflug niemanden behinderst, gefährdest oder verunsicherst. Rücksichtnahme ist beim Umgang mit Drohnen unerlässlich.
Drohnen, Verbotszonen und besondere Flugbereiche
Bevor Du Deine Drohne startest, solltest Du immer prüfen, ob Du Dich in einer Flugverbotszone befindest. In Deutschland gibt es zahlreiche Bereiche, in denen Drohnenflüge untersagt oder stark eingeschränkt sind.
Dazu gehören unter anderem Einsatzorte von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften, größere Menschenansammlungen, Hauptverkehrswege sowie sensible Infrastrukturen.
Auch der Bereich rund um Flugplätze ist für Drohnen besonders kritisch. An- und Abflugzonen dürfen nicht überflogen werden, da hier erhebliche Sicherheitsrisiken bestehen. Wer mit Drohnen gegen diese Vorgaben verstößt, riskiert nicht nur den Verlust der Drohne, sondern auch empfindliche Strafen.
Drohnen bei Nacht fliegen – das musst Du beachten
Auch Nachtflüge mit Drohnen sind unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Deine Drohne muss dabei ausreichend beleuchtet sein, sodass sie eindeutig als Drohne erkennbar ist. Vorgeschrieben ist ein grünes Blinklicht, das auch bei Dunkelheit gut sichtbar ist.
Zusätzliche Positionslichter sind zwar nicht verpflichtend, aber dringend empfehlenswert. Sie erhöhen die Sicherheit und helfen Dir, die Lage und Ausrichtung Deiner Drohne jederzeit korrekt einzuschätzen.
Gerade bei Nacht ist besondere Vorsicht geboten, da Entfernungen und Höhen schwerer zu beurteilen sind.
Bußgelder bei Verstößen mit Drohnen
Wenn Du mit Drohnen gegen geltende Vorschriften verstößt, kann das teuer werden. Je nach Art und Schwere des Verstoßes drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro. Dazu zählen unter anderem das Fliegen in Verbotszonen, das Überfliegen von Menschen oder der Betrieb von Drohnen ohne vorgeschriebene Beleuchtung.
Um solche Konsequenzen zu vermeiden, solltest Du Dich vor jedem Flug sorgfältig informieren und Deine Drohne verantwortungsvoll einsetzen.
Drohnenführerschein – brauchst Du einen Nachweis?
Für viele Drohnen ist ein sogenannter Drohnenführerschein erforderlich. Dabei unterscheidet man zwischen dem kleinen Drohnenführerschein, dem EU-Kompetenznachweis, und dem großen Drohnenführerschein, dem EU-Fernpilotenzeugnis. Um den großen Drohnenführerschein zu erwerben, musst Du zuvor den kleinen Nachweis bestanden haben.
Sowohl Schulung als auch Prüfung können online absolviert werden, was den Einstieg für Drohnenpiloten erleichtert. Für Drohnen mit einem Gewicht von unter 250 Gramm ist kein Führerschein vorgeschrieben. Dennoch ist es sinnvoll, sich zumindest die Inhalte des kleinen Drohnenführerscheins anzueignen, um sicher und regelkonform zu fliegen.
Versicherungspflicht für Drohnen
Unabhängig vom Gewicht Deiner Drohne benötigst Du zwingend eine Drohnen-Haftpflichtversicherung. Diese Versicherung ist gesetzlich vorgeschrieben und schützt Dich vor hohen Kosten, falls es zu Schäden oder Unfällen kommt.
Bevor Du Deine Drohne das erste Mal startest, solltest Du außerdem die Bedienungsanleitung gründlich lesen, um alle Funktionen und Sicherheitsmechanismen zu kennen.
Drohnen registrieren – wann ist es Pflicht?
Drohnen mit einem Gewicht von 250 Gramm oder mehr musst Du vor dem ersten Flug online beim Luftfahrt-Bundesamt registrieren. Aber auch leichtere Drohnen unter 250 Gramm sind registrierungspflichtig, wenn sie mit einer Kamera ausgestattet sind.
Der Datenschutz und der Schutz der Privatsphäre spielen hierbei eine wichtige Rolle.
Nach der kostenpflichtigen Registrierung erhältst Du eine persönliche Registriernummer. Diese musst Du gut sichtbar an Deiner Drohne anbringen. Alternativ kannst Du auch einen QR-Code verwenden, der zu Deiner Registriernummer führt. Erst nach dieser Kennzeichnung darfst Du Deine Drohne legal betreiben.
Fazit: Drohnen verantwortungsvoll und regelkonform nutzen
Drohnen bieten Dir faszinierende Möglichkeiten, erfordern aber auch ein hohes Maß an Verantwortung. Wenn Du die gesetzlichen Vorgaben kennst, Deine Drohne korrekt registrierst, versicherst und sicher steuerst, steht dem Flugspaß nichts im Weg.
Wer sich an die Regeln hält, trägt dazu bei, dass Drohnen auch künftig sicher und akzeptiert genutzt werden können.
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