Express ist eine regional stark verwurzelte Boulevardzeitung mit Sitz in Köln und gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Medienmarken in Nordrhein-Westfalen. Herausgegeben wird die expressZeitung im Verlag M. DuMont Schauberg. Neben der Hauptausgabe für Köln erscheinen eigenständige Lokalausgaben für Düsseldorf und Bonn.
Darüber hinaus ist der Express auch im weiteren Umland erhältlich, teilweise ohne eigenen Lokalteil. In Köln selbst gilt der Express seit vielen Jahren als das führende Boulevardblatt, obwohl auch die Bild-Zeitung mit einer eigenen Lokalredaktion präsent ist.
Für viele Leserinnen und Leser in der Domstadt ist der Express Köln damit die erste Anlaufstelle für schnelle, emotionale und lokal geprägte Nachrichten.
Parallel zur gedruckten Ausgabe spielt auch der digitale Auftritt unter www.express.de eine immer größere Rolle. Die Online-Ausgabe ergänzt die klassische Zeitung um aktuelle News, Live-Ticker, Sportberichte und exklusive Geschichten aus Köln und Umgebung.
Die Aufgabe – Profil schärfen und Marke stärken
Im Rahmen eines Relaunchs der Printausgabe stand zunächst eine Imagekampagne im Fokus, die als profilbildende Begleitmaßnahme dienen sollte. Ziel war es, den Charakter und die Kernkompetenzen der expressZeitung klar herauszuarbeiten und emotional aufzuladen.
Gesucht war eine Kampagne mit Wiedererkennungswert, direkter Ansprache und dem typischen Punch, für den der Express bekannt ist.
Inhaltlich konzentrierte sich die Kampagne auf die drei zentralen Themenfelder, mit denen der Express seine Leserschaft seit Jahren erreicht: die Berichterstattung rund um den 1. FC Köln, ein starker Fokus auf Sport insgesamt sowie ein besonders hoher Anteil an Köln-spezifischen Inhalten.
Dabei reicht die Themenpalette von kleinen Alltagsgeschichten aus den Veedeln bis hin zu großen Schlagzeilen, die die Stadt bewegen.
Die Boulevard-Kampagne – laut, klar und unübersehbar
Die Umsetzung der Kampagne orientierte sich konsequent an den Prinzipien des Boulevardjournalismus. Kurze, prägnante Headlines, eine knappe Unterzeile und ein auffälliges Motiv bildeten die Basis.
Ergänzt wurde das Ganze durch ein stark platziertes Logo und ein Layout, das bewusst auf maximale Wirkung ausgelegt war. Jedes einzelne Motiv sollte im Stadtbild sofort ins Auge fallen und den Express klar als Marke positionieren.
Ausgespielt wurde die Kampagne auf großformatigen Außenwerbeflächen, auf digitalen Info-Screens sowie im Hörfunk. Durch diese Kombination entstand ein kraftvoller, moderner Auftritt mit viel Wiedererkennungswert.
Die Bildsprache war selbstbewusst, teilweise provokant, aber stets mit einem Augenzwinkern versehen – ganz im Stil des Express Köln.
Geschichte – vom mutigen Start zum Boulevard-Schwergewicht
Die Idee zur Gründung einer eigenen Boulevardzeitung entstand Anfang der 1960er-Jahre. Alfred Neven DuMont, der damalige Verleger, reagierte damit auf Pläne anderer Verlagshäuser, eine gemeinsame Boulevardzeitung in Köln und Düsseldorf auf den Markt zu bringen.
Um unabhängig zu bleiben, entschied man sich für eine eigene Lösung: den Express.
Die erste Ausgabe der expressZeitung erschien am 29. Februar 1964 als kostenlose Ausgabe. Bereits diese Premiere sorgte mit einer eindringlichen Schlagzeile für Aufmerksamkeit. Der reguläre Verkauf startete wenige Tage später mit einer Auflage von 30.000 Exemplaren.
Schon im ersten Jahr entwickelte sich der Express deutlich besser als erwartet. Bereits 1965 wurden rund 100.000 Exemplare verkauft, mit weiter steigender Tendenz.
In den folgenden Jahren expandierte die Zeitung regional. Es entstanden zusätzliche Ausgaben für Bonn und Düsseldorf, später folgte auch eine Sonntagsausgabe. Der Express etablierte sich damit als feste Größe im nordrhein-westfälischen Zeitungsmarkt.
Innerhalb der Familie DuMont kam es im Laufe der Jahrzehnte zu mehreren personellen Veränderungen in der Herausgeberschaft, die die Entwicklung der Zeitung begleiteten.
Wettbewerb und Marktposition
Im direkten Vergleich mit der Bild-Zeitung konnte sich der Express insbesondere in Köln lange Zeit deutlich behaupten. Während andere Boulevardblätter mit geringeren Verkaufszahlen zu kämpfen hatten, war der Express über viele Jahre Marktführer unter den Tages- und Boulevardzeitungen in der Region.
Diese Position wurde jedoch Ende der 1990er-Jahre durch den Markteintritt kostenloser Pendlerzeitungen unter Druck gesetzt.
Trotz juristischer Auseinandersetzungen und zunehmendem Wettbewerb blieb der Express Köln eine feste Größe. Später wurden strukturelle Veränderungen vorgenommen, unter anderem durch die Zusammenarbeit mit überregionalen Redaktionsnetzwerken.
Auch organisatorisch kam es zu Anpassungen, etwa durch die vollständige Übernahme einzelner Regionalausgaben durch den DuMont-Verlag.
Auflage und aktuelle Entwicklung
Wie viele klassische Tageszeitungen ist auch der Express von rückläufigen Auflagen betroffen. In den vergangenen Jahren verzeichnete die expressZeitung deutliche Verluste im Printbereich.
Die verkaufte Auflage ist kontinuierlich gesunken, wobei der Anteil der Abonnements weiterhin einen relevanten Teil ausmacht. Diese Entwicklung spiegelt den allgemeinen Wandel im Medienkonsum wider.
Gleichzeitig gewinnt der digitale Bereich zunehmend an Bedeutung. Der Online-Auftritt unter
www.express.de ergänzt die Printausgabe und erreicht eine große Leserschaft über mobile Endgeräte. Damit bleibt der Express auch in einer veränderten Medienlandschaft präsent und relevant.
Fazit – Express zwischen Tradition und digitaler Zukunft
Der Express steht wie kaum eine andere Zeitung für Boulevardjournalismus aus Köln. Mit klarer Haltung, starker lokaler Verwurzelung und emotionaler Berichterstattung prägt die Marke seit Jahrzehnten den Medienmarkt in Nordrhein-Westfalen.
Trotz sinkender Printauflagen behauptet sich der Express durch seine Bekanntheit, seine digitale Reichweite und seine enge Bindung an die Region. Die expressZeitung bleibt damit ein fester Bestandteil der deutschen Boulevardlandschaft.