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Pacifico Biolabs sammelt 7 Millionen Euro für Myzel-Protein
27.5.2026
Pacifico Biolabs sammelt 7 Millionen Euro für Myzel-Protein und läutet damit die nächste Phase in der Entwicklung innovativer Proteinquellen ein. Das Unternehmen positioniert sich nicht nur als Hoffnungsträger im europäischen Foodtech, sondern auch als Vorreiter auf dem Weg zu einer nachhaltigeren und ressourcenschonenderen Ernährung.
Mit dem frischen Kapital will Pacifico Biolabs nach eigenen Angaben seine Produktionskapazitäten ausbauen, das Team verstärken und bis Ende 2026 erste Produkte auf den Markt bringen.
Was steckt hinter dem Hype um Myzel-Protein, wie will das Startup sein Ziel erreichen, und was bedeutet das für dich als Konsument oder Branchenbeobachter? Hier bekommst du die wichtigsten Hintergründe, Einordnungen und einen Ausblick auf die nächsten Schritte in der Revolution des Essens.
Foodtech im Wandel: Neue Finanzierungsrunde, neue Ambitionen
Die Series-A-Finanzierung über 7 Millionen Euro markiert einen Meilenstein für Pacifico Biolabs – ein Signal an den Markt und gleichzeitig eine Verpflichtung. Investoren wie Stray Dog Capital, TGFS Technologiegründerfonds Sachsen, Sprout & About Ventures, Simon Capital, FoodLabs oder auch ein regionaler Brauereipartner gehen damit eine Partnerschaft mit klarem Ziel ein: Das Startup will die Entwicklung alternativer Proteinquellen jenseits von Soja, Erbsen oder Lupinen vorantreiben.
Bei der neuen Finanzierungsrunde setzt Pacifico Biolabs vor allem auf eines: Tempo. Mit dem Kapital sollen bestehende Produktionsanlagen in Sachsen hochgefahren, neue Mitarbeitende rekrutiert und die Expansion im deutschsprachigen Raum sowie in Nordeuropa vorbereitet werden. Gerade in diesen Regionen wächst das Interesse an nachhaltigen Fleischalternativen stetig. Für dich als Verbraucher bedeutet das: Noch vor Ende 2026 könnte mit „Viando Chicken“ ein neues Produkt im Handel landen, das konventionellem Hähnchen nicht nur beim Geschmack, sondern auch bei Nachhaltigkeit ernsthaft Konkurrenz macht.
Was ist eigentlich Myzel-Protein?
Stell dir vor, Fleisch wächst nicht mehr im Tier, sondern in einem Fermentationstank. Pacifico Biolabs setzt auf die sogenannte Myzel-Fermentation – ein Prozess, bei dem der fadenförmige Teil von Pilzen (das Myzel) genutzt wird, um eiweißreiche und faserige Biomasse zu produzieren.
Myzel-Protein besitzt viele Vorteile: Hoher Proteingehalt (bis zu 30 Prozent), vollständiges Aminosäureprofil, niedriger Fettanteil und eine Textur, die an echtes Fleisch erinnert. Für dich heißt das: Fleischähnliche Gerichte, ganz ohne Tierleid und mit einer deutlich besseren Umweltbilanz.
Innovationen wie diese nehmen in der globalen Foodtech-Szene deutlich an Fahrt auf. Der Schlüssel dabei ist der Geschmack: Nur wenn Konsistenz, Saftigkeit und Zubereitung stimmen, kann ein Fleischersatz den Schritt in die breite Akzeptanz schaffen. Pacifico Biolabs hat mit Viando Chicken genau darauf gesetzt.
Von der Brauerei ins Supermarktregal: Produktionsstrategie mit Vorbildfunktion
Ein entscheidender Unterschied zu anderen Startups: Pacifico Biolabs baut keine teuren eigenen Fabriken, sondern nutzt freie Kapazitäten in bestehenden Brauereien. Warum das Sinn macht, liegt auf der Hand. Brauereien sind auf kontrollierte Fermentation und riesige Produktionsvolumen ausgelegt. Anstatt Milliarden in Neubauten zu stecken, schließt sich Pacifico mit regionalen Brauereipartnern zusammen und transformiert ein Teil der Infrastruktur um.
Für dich als kritischer Konsument oder Unternehmer bietet dieser Ansatz einige Vorteile. Erstens kann das Unternehmen schneller und flexibler skalieren – weniger Bauzeit, weniger Kapitaleinsatz, schnellere Expansion. Zweitens profitieren Regionen mit rückläufigem Brauereigeschäft von neuer Wertschöpfung und Arbeitsplätzen. Im Zentrum dieser Strategie steht derzeit Sachsen, wo die nächste Produktionsausbaustufe anlaufen soll.
Nachhaltigkeit als DNA: Weniger Land, Wasser und Emissionen
Kaum ein Tag vergeht, an dem Klimabilanzen nicht zur Diskussion stehen. Gerade in der Ernährung suchen immer mehr Menschen nach Wegen, CO?, Wasser und Landverbrauch einzusparen. Pacifico Biolabs sammelt 7 Millionen Euro für Myzel-Protein und liefert laut eigener Auskunft enorme Vorteile bei allen drei Umweltfaktoren:
Die Herstellung von Myzel-Protein benötigt bis zu 99 Prozent weniger Land als Viehhaltung. Auch beim Wasserverbrauch sind etwa 90 Prozent Einsparung möglich und die CO?-Emissionen fallen um etwa 90 Prozent geringer aus als bei herkömmlichem Hähnchenfleisch. Das ist für dich als umweltbewussten Konsumenten oder Gastronom ein echtes Argument.
Je mehr solcher Proteinquellen in die Regale kommen, desto größer ist der ökologische Hebel. Parallel dazu wächst die gesellschaftliche Akzeptanz für alternative Formen der Fleischproduktion, wie sie Pacifico Biolabs repräsentiert.
Mycomeat – das Produkt hinter der Finanzierungsrunde
Pacifico Biolabs setzt mit seinem Flaggschiffprodukt auf einen klaren Namen: Viando Chicken soll dir als Hähnchenfan eine tierfreie, aber fleischähnliche Alternative bieten. Der Fokus bei der Entwicklung liegt auf einer authentischen Textur, Aromen und Nährwerten, die herkömmlichem Fleisch sehr nahekommen.
Mit bis zu 30 Prozent Proteinanteil, allen essentiellen Aminosäuren und einer einfachen Verarbeitung hebt sich Viando Chicken von bisherigen Fleischersatzprodukten ab, die oft an Geschmack oder Konsistenz scheitern. Nach Angaben des Startups wird aktuell an weiteren Sorten und Anwendungen getüftelt – für dich als Koch oder foodaffiner Mensch eröffnen sich damit ganz neue kulinarische Möglichkeiten.
Warum Viando Chicken kein gewöhnlicher Fleischersatz ist
Anders als klassische Soja- oder Erbsenprodukte basiert Viando Chicken auf dem innovativen Prinzip der Myzel-Fermentation. Das sorgt für einen eigenständigen Umami-Geschmack und eine Faserstruktur, die sie von bisherigen Produkten abhebt. Pacifico Biolabs kombiniert Technologie, Forschung und kulinarisches Knowhow in einer Form, die sowohl Gastronomen als auch Endverbraucher neugierig machen dürfte.
Das Team hinter Pacifico Biolabs: Pioniere im Pilzprotein
Gegründet wurde Pacifico Biolabs im Jahr 2022 mit Standorten in Berlin und Leipzig. Das Team vereint Biotechnologen, Ernährungswissenschaftler, Food Designer und Industrieexperten. Damit verfolgt das Unternehmen einen interdisziplinären Ansatz, um Innovation nicht nur im Labor, sondern auf ganzer Linie bis zur Marktreife umzusetzen.
Mit dem neuen Kapital aus der Series-A-Runde kann Pacifico Biolabs das Team erweitern. Für dich als Bewerber im Bereich Biotechnologie, Produktentwicklung oder Lebensmitteltechnologie entstehen neue Jobgelegenheiten in einer stark wachsenden Branche. Aber auch für Investoren oder Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie bleibt Pacifico Biolabs jetzt ein noch viel spannenderer Partner.
Wachstum, Expansion und die nächsten Schritte
Mit 7 Millionen Euro frischem Kapital plant Pacifico Biolabs die Expansion im DACH-Raum sowie nach Nordeuropa. Parallel wird die Produktion in Sachsen hochgefahren – ab Ende 2026 sollen die ersten Viando Chicken-Produkte im Einzelhandel zu finden sein. Beginnen will das Startup mit Pilotpartnerschaften in Supermärkten, Lieferservices und Gastronomiebetrieben.
Für dich als Konsument bedeutet das: In naher Zukunft könntest du innovative Fleischalternativen im Regal entdecken, die bisherige Produkte bei Geschmack, Nährwert und Nachhaltigkeit übertreffen. Und für die Branche sendet Pacifico Biolabs ein klares Signal: Die Transformation der Lebensmittelproduktion ist in vollem Gange und das Tempo nimmt weiter zu.
Perspektiven für die Zukunft: Was bringt die nächste Finanzierungsrunde?
Ein Ende des Wandels ist nicht in Sicht – mit dem Einstieg weiterer Investoren und der Expansion ins Ausland folgt Pacifico Biolabs dem internationalen Trend der alternativen Proteinquellen. Neue Produkte, Partnerschaften und weitere Produktionsstandorte sind mittelfristig absehbar.
Wer im Food-Bereich nach Zukunftsthemen sucht, sollte Pacifico Biolabs weiter im Blick behalten. Die Kombination aus nachhaltigen Rohstoffen, pragmatischer Produktion und starkem Markenaufbau kann zur Blaupause für weitere Startups werden.
Was diese Entwicklung für dich bedeutet
Pacifico Biolabs sammelt 7 Millionen Euro für Myzel-Protein – das ist mehr als nur eine weitere Finanzierungsrunde. Für dich als Konsument, Entscheider in der Industrie oder Gründer eröffnet das zahlreiche Möglichkeiten: Neue, nachhaltige Lebensmittel, Chancen für Investment und Partnerschaft, innovative Technologien für Transformation und Wachstum. Die Akzeptanz alternativer Proteine steigt, der Bedarf an nachhaltigen Lösungen nimmt zu.
Noch steht Pacifico Biolabs am Anfang seines Weges – aber die Zeichen stehen auf Expansion. Wenn dir nachhaltige Ernährung und technologische Innovationen wichtig sind, lohnt sich ein genauer Blick auf dieses Berliner Startup. Die nächsten Jahre könnten entscheiden, wie die Lebensmittelwelt von morgen aussieht – und wer dabei den Ton angibt.
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