Viele Unternehmen und Startups sehen Datenschutz nach wie vor als lästige Pflichtübung an. Es geht meistens lediglich darum, das Minimum zu leisten, um alle Standards zu erfüllen. Doch Kunden zeigen mittlerweile verstärktes Interesse an der transparenten Sicherung und Nutzung ihrer persönlichen Daten.
Sie machen ihre Kaufentscheidung zunehmend davon abhängig, wie stark sie einem Unternehmen mit Hinblick auf den Datenschutz vertrauen.
Startups können sogar einen Wettbewerbsvorteil erzielen, wenn sie sich klar zu diesem Thema positionieren. Dieser Artikel wirft einen Blick auf die zunehmende Bedeutung von Datenschutz-Aspekten und wie ein Unternehmen davon profitieren kann.
Digitalisierung treibt den Bedarf zum Datenschutz voran
Es gibt heute kaum noch einen Bereich, der nicht von der Digitalisierung betroffen ist. Selbst Supermärkte und Fachgeschäfte stellen Internetseiten und Apps bereit, die ein Kundenkonto erfordern. Das bedeutet auch, dass personenbezogene Daten benötigt und verarbeitet werden, ob Namen, Telefonnummern, Standorte, Adressen und sogar sensible Zahlungsdaten.
Für Kunden sind die digitalen Dienste zwar ausgesprochen praktisch, sie können sich aber ebenso zur Gefahr entwickeln. Denn einige Unternehmen sammeln Daten nicht nur für die eigene zweckgebundene Verwendung, sondern geben diese auch an den Höchstbietenden weiter. Sogenannter
Datenhandel hat sich zu einem großen Problem entwickelt.
Fälle wie dieser erschüttern das Vertrauen von Kunden und wirken sich zunehmend auf ihre Kauf- oder Nutzungsentscheidung aus. Wer einem Dienst nicht vertrauen kann und eine Datenweitergabe befürchtet, wird wahrscheinlich gleich darauf verzichten. Hinzu kommen weitere Gefahren durch Hacker und Angreifer, das betrifft aber die Datensicherheit.
DSGVO setzt in der EU den Standard zum Datenschutz
Die EU hat die steigenden Risiken vor einigen Jahren erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Seit Mai 2018 gilt in allen EU-Mitgliedsstaaten die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Sie macht Unternehmen und Behörden klare Vorgaben, wie der Umgang mit personenbezogenen Daten innerhalb der EU auszusehen hat.
Das betrifft die Erfassung, Verarbeitung und Speicherung. Sie muss rechtmäßig, fair, transparent, zweckgebunden und datensparsam erfolgen. Zudem erhalten Nutzer und Kunden noch weitere Rechte, so zum Beispiel das „Recht auf Vergessenwerden“.
Ein Unternehmen muss diesen Wunsch respektieren und alle personenbezogenen Daten löschen.
Nationale Datenschutzbehörden überwachen die Einhaltung und können bei Verstößen hohe Bußgelder verhängen. Startups in Deutschland und innerhalb der EU sind also gut beraten, die Vorgaben ernst zu nehmen. Das Ziel ist klar: Ein einheitliches Datenschutzniveau soll den Schutz personenbezogener Daten im digitalen Zeitalter gewährleisten.
Datenschutz und Datensicherheit gehen Hand in Hand
Während der Datenschutz sich auf rechtliche und organisatorische Aspekte konzentriert, handelt es sich bei der Datensicherheit um technische Maßnahmen, um Daten zu schützen. Selbst die beste Umsetzung der DSGVO hilft nämlich nicht, wenn Hacker und Angreifer personenbezogene Daten erbeuten und weiterverkaufen können.
Als Startup sollte man also nur auf moderne und sichere Systeme setzen. Starke Passwortrichtlinien mit Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), regelmäßige Backups und Firewalls gehören ebenfalls zur Grundausstattung. Da heute viele Mitarbeiter aus der Ferne arbeiten, ist der Einsatz einer professionellen VPN-Lösung ebenfalls ein absolutes Muss.
Es gibt VPN-Dienste, die spezielle Angebote für Unternehmen bereitstellen. Kostenlose VPNs gilt es hingegen zu meiden, da diese oft unsicher sind und Daten gerne weiterverkaufen. Einige Anbieter gewähren eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie – das ist die bessere Alternative zu einem
kostenlosen VPN. So kann man risikofrei alle Funktionen testen.
Als Startup das Thema Datenschutz klar kommunizieren
Auf den ersten Blick scheinen die Datenschutz-Vorgaben zunächst wie eine zusätzliche Belastung zu wirken. Doch wer sich als Startup richtig positioniert, kann damit auch neue Kunden für sich gewinnen. Wichtig ist vor allem eine klare Kommunikation, die Offenheit und Transparenz in den Vordergrund stellt. Das gibt Kunden die nötige Zuversicht.
Wer sogar noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann eine Zertifizierung nach ISO 27001 zur Informationssicherheit anstreben. Ein entsprechendes ISO-Zertifikat kann speziell bei kleinen Unternehmen das Vertrauen von Kunden und Geschäftspartnern stärken. Es zeigt, dass man gegen Fälle wie Datenverlust,
Ransomware und Phishing ausreichend geschützt ist.
Fazit: Datenschutz kann einen positiven Beitrag leisten
Viele Kunden erwarten heutzutage einen professionellen und zweckgebundenen Umgang mit ihren personenbezogenen Daten. Wer das Thema also ernst nimmt und sich richtig positioniert, kann daraus sogar einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Abgesehen von den gesetzlichen Vorgaben der DSGVO geht es nämlich vor allem um eine transparente Kommunikation.
Kunden müssen wissen, weshalb ihre Daten erfasst werden, wie ihre Verarbeitung erfolgt und dass sie dabei von hoher Datensicherheit profitieren. So kann ein neues Startup sich entsprechend positionieren und von der Konkurrenz abheben.